Solar Anlage im Microcamper

Sprechen wir heute mal ein wenig über das Innenleben meines #FPVan 😉

Wenn man im Microcamper unterwegs sein möchte, verzichtet man ja automatisch auf viel Komfort, den man von zuhause gewohnt ist, aber so ganz ohne elektronische Helferlein kommt man natürlich nicht aus (Zumindest ist es bei mir so)

Wenn ich unterwegs bin, möchte ich Handy, Laptop und meine ganzen Flug-Lipos laden können ohne mir jedesmal eine Steckdose dafür suchen zu müssen.

Nun könnte man das alles natürlich über die Starterbatterie des Autos laden, aber die Gefahr dabei die Batterie zu stark zu entladen, und damit das Auto nicht mehr starten zu können, ist sehr hoch !

Deshalb kommt man früher oder später an den Punkt, an dem man eine zusätzliche Versorgerbatterie benötigt. Und diese muss auch regelmäßig geladen werden, bei der Anzahl an Lipos, die ich dabei haben werde.

Und wie lädt man am besten eine Batterie wenn man unterwegs ist ? Richtig : Über Solarstrom!

Die Verbraucher

Doch kommen wir zunächst erstmal zu allen Verbrauchern, die ich an Board habe:

– Innenraumbeleuchtung LED
– Kühlbox 12v
– FPV Monitor
– Dock King Groundstation (Video Empfänger)
– Ventilator 12v (wenns mal zu warm ist)
– Raspberry Pi3 Entertainment System mit Kodi

Hinzu kommen noch Geräte, die über einen eigenen Akku verfügen und regelmäßig geladen werden müssen:
– Handy
– Laptop
– Bluetooth Lautsprecher
– 3 Action Cams
– 4 x 5200mah, 1x 9000mah, 4x 1600mah Lipos für meine Fluggeräte

Bei der Menge an Geräten ist dann auch ziemlich schnell klar, dass die Starterbatterie des Autos das nicht lange mitmachen würde.

Mein Solar – Setup

Bei der Wahl der Komponenten für mein Solar Setup habe ich mich natürlich auch vom Preis leiten lassen. Die Devise war so günstig wie möglich, so teuer wie nötig 😉

Laderegler : Steca PR1010 (ca 70 Euro)
Solarmodul : 50w Solarpanel aus Deutschland ( 50 Euro)
80w semi-flexibles Solarpanel Greenakku (119 Euro)
Batterie : 80ah AGM Akku Ebay Kleinanzeigen (50 Euro)

Laderegler gibts bei Ebay schon ab 10 Euro, allerdings wollte ich einen haben, der mir genau Anzeigt wieviel Ampere das Modul gerade liefert. Daher das etwas teurere von Steca und ich bin bisher sehr zufrieden mit diesem Regler.

Schon nach kurzer Zeit, hat mich aber das ständige draußen Aufstellen und im Auto verstauen so sehr gestört, dass mir die Idee kam, das Panel aufs Autodach zu kleben. Dafür habe ich mir dann einen Solarspoiler für 40 Euro bestellt, nur um festzustellen, dass mein Dach gewölbt ist, und daher ein Kleben nicht in Frage kommt 😉

Also ab an den Rechner und nach einem flexiblen Solarmodul suchen. Kurze Zeit später bin ich auch schon fündig geworden. Bei Greenakku habe ich mir dann ein Semi-Flexibles Solar Panel mit 80W Leistung (vorher 50W) für 119 Euro bestellt.

Als das Paket endlich kam, bin ich dann sofort los und habe mir noch eine Tube Sikaflex 252i gekauft. Laut Facebook und Co soll das der Kleber No.1 sein, wenn man etwas im Campingbereich verkleben möchte.

2 Stunden später saß das Solarmodul auf meinem Dach und was soll ich sagen? Es hat sich tatsächlich perfekt der Form meines Daches angepasst und liefert zudem selbst bei bewölktem Himmel noch vertretbare 1A Ladestrom, was mich ehrlich sehr beeindruckt hat !

Auf den Fotos sieht man, dass ich nicht gerade überprofessionel gearbeitet habe, was den Kleber angeht, aber es klebt und das Aussehen interessiert da oben ja nicht wirklich 😉

Fazit

Was habe ich nun daraus gelernt ? Man sollte sich schon vorher genau Gedanken machen, was man kauft und wie man es schlussendlich am Auto befestigen möchte 😉 Trotz aller widrigkeiten hat es bei mir ja doch noch ein Happy End genommen und nun steht dem ersten Trip fast nichts mehr im Wege 😉

Bis denne !

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