Renault Kangoo Microcamper Conversion – Es geht in den Endspurt

Da ich in den letzten Tagen viel um die Ohren hatte, und mich auch ein wenig mehr um die Inav Serie gekümmert habe, kamen Updates zu meinem Camper Umbau natürlich ein wenig zu kurz 😉

Nichtsdestotrotz war ich nicht untätig und hab natürlich in jeder freien Minute an meinem Microcamper gebastelt, daher wollte ich einfach mal den aktuellen Stand mit euch teilen.
Ich habe mich nach langem hin und her überlegen am Ende doch dafür entschieden, nur eine lange Sitzbank statt einer L-Form zu verwenden, weil mir die Vertiefung unter den Fahrer und Beifahrersitzen mehr Probleme bereitet hat, als ich dachte. Der Boden darunter ist nämlich keine harte, gerade Fläche, sondern mit einer Art weichem Gummi überzogen, der sich bei Belastung doch ziemlich tief eindrücken lässt.

Dadurch hab ich ein wenig mehr freie Fläche zur Verfügung und mehr Raum mich im Fahrzeug zu bewegen.
Beim Bau der Sitzbank / Bett Kombo habe ich mich sehr durch die Youtuberin „Pamthevan“ inspirieren lassen, die ebenfalls einen Renault Kangoo zum Microcamper ausgebaut hat und damit durch Europa reist.

Auf Ebay Kleinanzeigen habe ich unter der Rubrik „zu verschenken“ dann ein super Lattenrost gefunden, alle Latten entfernt und auf meine benötigte Länge zugeschnitten.

Ich finde, dass das eine sehr clevere Lösung ist und bin hochzufrieden mit dem Ergebnis 😉
Die Bank ist in 2 Segmente aufgeteilt, die sich einzeln aufklappen lassen und zur Nacht ausziehbar sind, Mit dieser Lösung habe ich dann eine Liegefläche von 165cm * 90cm was bei meiner Körpergröße von 1.70m völlig ausreichend ist.

Als Matratze habe ich mir eine Schaumstoffmatratze in 2m * 1.2m bestellt und diese in 2 Teile geschnitten, damit ich tagsüber eine Rückenlehne für die Sitzbank habe. Zur Nacht kann ich dann beide Teile nebeneinander legen und fertig ist mein Bett.

Auf der gegenüberliegenden Seite habe ich einen „Küchenblock“ gebaut, der bei mir wohl erstmal nicht als Küche dienen wird, da ich erstens wenig Talent und zweitens wenig Lust habe, selber zu kochen 😉 Vielleicht ändert sich das ja in Zukunft und werde noch ein richtiger Koch 😀
Ich möchte mir nämlich die Option offen halten, in Zukunft vielleicht doch eine Spüle und Kochnische einzusetzen. Deshalb habe ich den Raum darunter erst einmal in 3 Segmente unterteilt, wovon der erste Teil für meine vorläufige Versorgerbatterie gedacht ist.
Direkt über der Batterie befindet sich ein Schaltpult mit 5 Schaltern, einem Zigerattenanzünder, einer 2-Fach USB Buchse und einer Volt-Anzeige.

Hauptsächlich dient mir dieser Küchenblock vorerst als Ablage für meinen FPV Monitor, damit ich auch aus dem Auto heraus fliegen kann.
Zusätzlich habe ich noch einen Raspberry Pi3 mit Kodi (Vollwertiger Mediaplayer / Mediaserver auf Linux Basis) an diesen Monitor angeschlossen, den ich mit einem Gamepad steuere 😉

Und das ist der Ist-Zustand meines Kangoos 😀 Ich muss schon sagen, ich bin ein wenig stolz auf mich, denn es sieht schon sehr gemütlich aus 😉

Ich werde versuchen am Wochenende eine kleine Roomtour auf Youtube zu veröffentlichen, wo ich näher auf alles eingehen kann. Wenn du meinen Youtube Kanal noch nicht kennst, findest du ihn ganz einfach, indem du auf der linken Seite einfach den Youtube Button klickst. Dort werde ich dann in Zukunft mehr Videos über mich und meinen Kangoo veröffentlichen.

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, teile es mir doch bitte in den Kommentaren mit 😉 Ebenso falls er dir nicht gefallen hat, oder du Anregungen und Kritik hast.

Bis denne

You may also like...

6 Responses

  1. Christian Meyer sagt:

    Sehr geil! Ich hatte beim ersten Foto gedacht: „Was will er mit einer so schmalen Pritsche!“ Und dann der Aha-Effekt beim Bild mit der Ausziehmoeglichkeit! Klasse!

    • Otto sagt:

      Ich muss halt ehrlich gestehen, dass es nicht meine Idee war 😉 Aber das System finde ich mega genial. Und es ist super einfach umzusetzen. Jetzt muss sich nur zeigen, ob man darauf auch vernünftig schlafen kann 😉 Der erste Liegetest war aber schon sehr angenehm ^^

  2. D!Jay-! sagt:

    Oh ja, sieht sehr wertig aus! Deine Variante gefällt mir so auch.
    Dann wünsch ich dir noch viele gute Events damit und stets verlustfrei Flüge.
    Gruss

  3. Thomas sagt:

    Hui schöner Ausbau, hab unseren Vito (der Schrottplatz hat ihn selig) anno 2000 auch selbst ausgebaut.
    Viele Tips habe ich mir bei einen Ausbauer der auf Expiditionsfahrzeuge spezialisiert ist bekommen. Nicht die Schränke und den Boden aus Sperrholz sondern aus Multiplex Platten am besten Wasserfest verleimte, ok den Boden hast du schon. Die sind dan auch in 12 und 16mm stark genug.
    Keine feste Küche einbauen (vor allem nicht dem TÜF zeigen), es lockt zwar die geringere Steuer und Versicherung aber wenn Gas eingebaut wird muss der Wagen Jährlich zum TÜF.
    Die Schränke in zwei Segmenten bauen das sich die Karossen beim fahren kräftig verziehen. Die dann mit dicken Schrauben an der Karosse fest machen, da kannst du M10 er Edelstahlschrauben und die extragroßen Unterlegscheiben nehmen. Die Löcher nach dem Bohren mit Zinklack und Unterbodenschutz versiegeln.

    Als Heizung langt ein 500W Elektro Heizlüfter, da aber nicht die billigen vom Aldi sondern einen vom Campinghändler, halten länger und haben keine Probleme 12 Stunden zu laufen.

    • Otto sagt:

      Wow, vielen dank für dieses ausführliche Feedback 😉 Ich sehe es prinzipiell genau so wie du, eine festverbaute Küche möchte ich nicht, und ich habe ehrlich gesagt auch kein Interesse das Auto als Wohnmobil umzumelden. Steuern und Versicherung sind so auch schon günstig genug, und man ist flexibel, falls man mal alles ausbauen muss.
      Mit den Multiplex Platten gebe ich dir absolut Recht. Leider hab ich da noch nicht so weit gedacht und daher ist es eine Spanpreßplatte geworden aber sie hält noch 😉
      Was genau meinst du mit dem 500W Heizlüfter ? Einen für 230v ? Weil für 12v habe ich so etwas noch nicht gefunden.
      Liebe Grüße aus dem Norden 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.